Die ersten Schritte eine Rektusdiastase in den Griff zu bekommen

 

 

 

Eine Rektusdiastase ist eine sehr komplexes Thema, weil es nicht einfach nur um zwei Bauchmuskeln geht, die sich voneinander entfernt haben, sondern auch um einen ganzen Körper, der mit einer Schwangerschaft und nach der Geburt physiologisch, hormonell, statisch und überhaupt völlig aus den Fugen und aus dem Lot geraten ist.

 

Ich möchte hier zumindest schon mal einen kleinen Teil besprechen, den jeder von Anfang an selbst in die Hand nehmen kann, bevor es ans "große Training" geht.

Und mit "kleinem Teil" meine ich sicher nicht Fitness Studio und Bootcamp. Ein paar ganz einfache Dinge, die zur Heilung und Verbesserung der Situation beitragen.

 

Jede Schwangerschaft bringt auch eine Rektusdiastase mit sich, denn mit zunehmendem Bauchumfang muss auch das Gewebe nachgeben. Die in der Mitte zwischen den beiden geraden Bauchmuskeln befindliche Faserstruktur, Linea Alba, wird gedehnt, was zur Folge hat, dass sich die geraden Bauchmuskeln von der Mittellinie nach seitlich verlagern. In dieser Position können die Bauchmuskeln nicht mehr funktionell arbeiten. Weder in der fortgeschrittenen Schwangerschaft noch nach der Geburt. Das klingt schlimm, ist es aber nicht. Wir haben ja noch ein paar andere Muskeln, die aushelfen. 

Bei jeder schwangeren Frau entwickelt sich gegen Ende der Schwangerschaft eine Rektusdiastase. Das ist völlig normal und nichts Pathologisches. 

Meistens bildet sich das von alleine wieder zurück.

Manchmal aber auch nicht. In den Studien über Rektusdiastasen ist keine Regelmäßigkeit zu finden, warum das bei manchen Frauen so ist und warum bei anderen nicht. 

 

 

 

 

Nach der Geburt kann man das tasten, indem man in Rückenlage den Kopf etwas anhebt, ähnlich wie bei einem Situp, und in der Mitte ober- und unterhalb des Bauchnabels mit den Fingern nach einer Lücke sucht.

Nach der Schwangerschaft ist eine Rektusdiastase von 1-2 Fingerspitzen breit, manchmal auch 3, normal. Dazu findest Du noch mehr im Artikel Was ist eine Rektusdistase?

 

Im Idealfall bildet sich das von allein wieder zurück, aber das dauert seine Zeit. Meistens nicht im ersten Jahr. Das ist wirklich die Ausnahme. Meistens dauert es länger und benötigt Training. Damit meine ich nicht mal Bauchmuskeltraining. Oft ist genau dieses "Bauchmuskeltraining" der Grund, warum die Lücke sich nicht verbessert.

Es gibt sehr viele gängige Übungen, die man so in der Rückbildung überall angeboten bekommt, die  leider den Bauch viel mehr belasten, als dass sie ihm helfen.

Die Ansicht, dass man die schrägen Bauchmuskeln trainieren soll und nicht die geraden, ist wissenschaftlich nicht zu halten Im Gegenteil. Die schrägen Bauchmuskeln ziehen die geraden auseinander bei forciertem Training und die Lücke kann noch größer werden. 

Viel wichtiger bei jedem Training ist, dass man lernt die Lücke bewußt und aktiv zu kontrollieren.

Man braucht, um die Bauchwand wieder stabil zu bekommen, alle Bauchmuskeln. Die Kunst ist nur, wie ich das anleite und welche Übungen ich anbiete.

 

Im ersten Jahr und/oder bis zum Abstillen und bis sich der Zyklus wieder normalisiert hat nach der Geburt, sind das Gewebe, die Bänder, die Muskeln und die Gelenke hormonell bedingt noch sehr weich und instabil. Das kann sogar noch bis zu einem halben Jahr nach dem Abstillen so sein.

Ruhig Blut. Das sind alles Prozesse im Körper, die einfach ihre Zeit brauchen.

 

Wichtiger als ein rigoroses Aufbautraining ist es, im ersten Jahr den Körper wieder in eine "normale" physiologische Haltung zu bringen, die Atmung zu normalisieren und eine physiologische Grundspannung wieder aufzubauen. All das kommt während einer Schwangerschaft so ziemlich abhanden.

 

Die funktionelle Kraft der Bauchwand stellt sich meistens nicht wieder von alleine her, ist aber enorm wichtig für die Stabilität des gesamten Körpers. Und auch im Zusammenspiel mit dem Beckenboden unerlässlich.

Aber genauso, wie es dem unschwangeren Menschen eher schwer fällt, Muskeln einfach so mal nebenbei aufzubauen, genauso wenig, eher noch weniger, funktioniert das nach einer so extremen, körperlichen Belastung mit so massiven Veränderungen, wie Schwangerschaft und Geburt.

 

Die allermeisten Frauen unterschätzen das und denken es muß doch von alleine wieder und ohne konsequentes und richtig angeleitetes Training. Die meisten haben auch keine Geduld zu warten bis ihr Körper wieder bereit ist und machen allerhand seltsames Zeug, nur um etwas gemacht zu haben. 

Allem voraus JOGGEN, was absolutes Gift im ersten Jahr ist. Ohne Muskeln und Stabilität joggt man sich langsam, aber sicher, in alle möglichen Spätschäden. Angefangen bei Gebärmutter- und Blasensenkungen über ISG-Blockaden bis hin zu Bandscheibenvorfällen und Meniskusschäden.

Über Sport nach der Geburt findest Du hier mehr Infos Wann kann ich nach der Geburt wieder Sport machen?

 

Im Anfangsstadium bzw. im ersten Jahr nach der Geburt, sollte unbedingt auf forciertes Bauchmuskeltraining, Krafttraining jeglicher Art, schweres Heben und Tragen und alle Sportarten mit "stop-and-go" und rennen verzichtet werden.

Erst, wenn mit geschulter Anleitung und funktioneller, schonender Aktivierung der Bauch- und Beckenbodenmuskulatur diese Muskelgruppen wieder normal funktionieren, kann Kraft aufgebaut werden.

Alles andere ist medizinisch nicht vertretbar.

Training, das man machen darf

Am besten ist es, vor jeglichem Training, die Fachfrau drauf schauen zu lassen. Jeder Bauch ist anders.

Es gibt Rektusdiastasen, die sind sehr breit, aber stabil. Und es gibt Rektusdiastasen, die sind fast weg, aber der Rumpf ist völlig unkontrolliert und instabil.

Es gibt ja tausende von Bauchzuständen nach einer Geburt.
Von flachen Bäuchen mit kleiner Lücke, über flache Bäuche mit Megalücke, über große Bäuche mit keiner Lücke, über große Bäuche mit Megalücke, über Brüche, über Bauchdeckenschwächen, über überdehnte Haut, mega überdehnte Bauchmuskeln bis hin zu gerissenen Faszien, wo der Darm zwischen den geraden Bauchmuskeln durchfällt. 

Und alles dann noch in irgendeiner Kombination mit dem anderen. 

Übungen, die du machen darfst, findest du hier.

Übungen, die du nicht machen solltest, findest du hier.

 

1. Haltungskorrektur

Wenn das Becken und die Lendenwirbelsäule in einer extremen Hohlkreuzstellung sind oder genau andersrum, nämlich nach hinten gekippt und man ganz rund ist, können  Bauchmuskeln, das drum herum liegende Gewebe, Bänder und Faszien nicht richtig arbeiten. Die Bauchmuskeln können so den Rumpf nicht gut stabilisieren.

 

Was wir wieder erreichen wollen, ist eine aufrechte, stabile Körperhaltung mit einer guten Gesamtspannung.

 

Man sollte auch aufpassen, dass die Haltung beim Baby Tragen nicht zu einseitig wird und das Baby nicht immer nur auf einer Hüfte der Mama sitzt.

Das Tragen mit Tragentuch provoziert im Prinzip auch eine vermehrte Hohlkreuzstellung. Hier ist es wichtig, sich selbst immer wieder bewußt zu kontrollieren und den Unterbauch vom Hosenbund weg anzuspannen, damit auch von vorne eine "Gegenspannung" zum Hohlkreuz passiert.

Am besten man trainiert die gerade Körperhaltung ohne Baby zuerst. Mit einem Gewicht, das an einem hängt, ist das zehnmal so schwer. Genauso ist das mit "Sport", bei dem ein Baby an einem "hängt" oder bei dem das Baby quasi als "Fitnessgerät" benutzt wird.

Davon rate ich komplett ab. 

Es ist schon wirklich schwer genug, dass sich die frische Mama wieder ins Lot bringt und lernt ihre Muskeln zu aktivieren. Gerade mit einer Rektusdiastase.

Mit einem Baby, das vielleicht den ganzen Tag im Tragetuch getragen wird und dann auch noch zum Trainieren als "Gewicht" benutzt wird, kann das für die Muskulatur eine echt schwierige Aufgabe werden, da überhaupt wieder in die Reihe zu kommen. 

Die weichen Bauchmuskeln mit einer Rektusdiastase ermüden nicht nur sehr schnell, sie können auf Dauer auch diese "Gewichte" nicht korrekt abfangen.

Am Ende geht der Druck nämlich auch auf den Beckenboden und kann dort Schäden anrichten.

 

...... ist alles.

Bewusst die Körperhaltung, die sich mit der Schwangerschaft eingestellt hat, umtrainieren.

Bauch rein, Brust raus , Kopf hoch gilt auch hier. Und Unterbauch vom Hosenbund weg anspannen. 

 

3. Versuchen, die tiefen Bauchmuskeln zu aktivieren

 

Das ist am Anfang nicht immer ganz so einfach, weil das Gefühl im Bauch meistens fehlt.

Mit Situps, Crunches, Planks (Liegestützen) und all diesen Sachen, kommt man nicht sehr weit. Im Gegenteil. Falsches Training kann einiges verschlimmern. Das gilt übrigens auch für den Beckenboden. Viel hilft da nicht immer auch viel. 

Mehr zu den tiefen Bauchmuskeln findest Du hier Aktivierung der tiefen Bauchmuskeln.

 

 

 

 

3. Dem Körper gute Bausteine geben


 

Um zu heilen, Kraft aufzubauen, Bindegewebe jeglicher Art und Muskelgewebe aufzubauen, brauchen wir dringend Proteine.

Ganz viele frische Mamas vergessen im Babystress völlig, sich richtig zu ernähren.

Nicht nur, dass so die Narben und Verletzungen schlechter heilen, auch Abgeschlagenheit und Energiemangel sind oft die Folge. Mal ganz von der Müdigkeit, wegen Schlafmangel, abgesehen.

Die Bausteine der Kollagen- und Elastinfasern in unserem Körper, sind Proteine, sprich Eiweiße. Unser Körper braucht Proteine, um Zellen jeglicher Art herzustellen.

 

Ich bin ja immer für ein gutes Steak zu haben, aber es muss natürlich nicht zwingend tierisches Eiweiß sein. Es bleibt ja jedem einzelnen überlassen, welche Art der Proteine er bevorzugt.

Bei tierischem Eiweiß wäre sicher ökologisches Tier angebracht aus dem einfachen Grund, weil es nicht mit Hormonen vollgepumpt ist. Und unnötige Hormone braucht keine Schwangere und auch keine frische oder stillende Mama.

Es gibt auch genügend tolle pflanzliche Eiweiße.

Avocado, Brokkoli, Spinat, Erbsen, Linsen, Bohnen, Quinoa, Amaranth, Bulgur, brauner Reis, Haferflocken, Soja, Mandeln, Cashews, Pistazien, Walnüsse, Mandelmilch, Sojamilch, Erdnussbutter..... um nur einige zu nennen.

Wobei  hier auch daran gedacht werden muß, dass Manches davon Blähungen macht. Die sind bei Rektusdiastasen auf Dauer auch nicht so toll, weil das die Bauchwand nach außen drückt. 

 

Nicht verkehrt ist auch ein gutes Proteinpulver, das man ganz einfach zwischendurch mal anrühren kann. Hier ein Tipp. Das schmeckt mir am besten und ist pflanzlich. Mit Kokosreismilch echt lecker.

4. Wasser trinken!

 

Mindestens 2 Liter frisches, klares Wasser täglich.

Regenerierendes Muskelgewebe braucht Wasser!

Kollagen- und Elastinfasern, daraus besteht praktisch unser ganzer Körper, bestehen zu 70-80% aus Wasser.

 

 

 

Zu wenig Wasser macht schlechte Verdauung, bei schlechte Verdauung stapeln sich die Abfallprodukte im Körper, Abfallprodukte machen Druck auf die Bauchwand, Druck auf die Bauchwand macht schlechte Haltung und Rückenschmerzen. Die Bauchmuskultur muß noch mehr arbeiten, was sie eh schon nicht kann. Ein gar nicht guter Kreislauf. Für den Beckenboden ist das auch nicht gut, weil der den ganzen Verdauungsinhalt halten muß und, wenn's ganz schlecht läuft, die ganze Verstopfung rauspressen muß. Und das ist gar nicht gut für alle geschwächten und gestressten Beckenböden.

 

 

5. Bewegung

 

Gemütliche, unbelastete Ganzkörperbewegung zum Ausgleich ist super. Ab und zu dem Körper andere Bewegungsmuster geben als Babytragen und Hausarbeit.

Für die Sauerstoffversorgung des Muskelgewebes ist das dringend nötig.

Radfahren oder spazieren gehen.

 

6. Dehnen

 

Wie zum Beispiel hier in den Beispielbildern.

Das sind natürlich nur einige wenige. Aber für den Anfang, kann man die sehr gut machen.

Natürlich muß jede Mama darauf achten, welche Dehnungen sie wann macht. Je nach Geburt, Schmerzen oder Narben, geht das eine oder andere vielleicht erst zu einem späteren Zeitpunkt. Also bitte immer schön vorsichtig und langsam.

 

 

7. Stress abbauen

Leichter gesagt als getan, ich weiß.

Das ist natürlich nicht so einfach mit Baby.

Dennoch, zu viel Cortisol (Stresshormon) im Körper ist nicht gut für die Wundheilung und Gewebeheilung. Laut Studien ist die Fähigkeit des Körpers zu heilen um ganze 25% reduziert bei Stress, das heißt bei zu viel Cortisol/Adrenalin.

 

 

 

 

 

Auch, wenn's schwer fällt, es ist zwingend notwendig omnipräsenten Stress irgendwie abzustellen oder zumindest auf Mindestmaß zu reduzieren. Nicht nur das Muskelgewebe braucht das. Auch die Psyche. Und das Baby. Und im Zweifel auch der Beckenboden und eine eventuelle Kontinenz bzw. Inkontinenz.

Auch die Blase ist ein Stressorgan. Das darf man nicht vergessen.

Und nur als kleiner Tipp, auch permanentes Unterwegs-sein als frische Mutter, kann stressig sein. 

Drei postnatale Gymnastikkurse die Woche, drei Babykurse die Woche, Freundinnen, Eltern und Verwandte zu Besuch haben oder auf Besuch sein, Einkaufen, Haushalt und was noch so alles immer ansteht..... manchmal ist auch einfach Ausruhen angesagt. Sich-nicht-beschäftigen, runter kommen, entspannen, zur Ruhe kommen, atmen.

Ganz viele Mütter überfordern sich und unterschätzen den Stress, den das neue Leben mit Baby tatsächlich macht.

Und im Stress heilen wir nun mal nicht gut und im Stress bauen wir auch kein gutes Gewebe und keine guten Zellen im Körper. 

 

 

8. Beckenbodenprobleme in Angriff nehmen

Gibt es vielleicht eine leichte Inkontinenz bei Anstrengung oder bei Stress? Funktioniert die Blase wie sie soll? Sind die Narben beweglich, egal ob Kaiserschnitt oder Dammschnitt?

Beckenboden und Bauchmuskeln sind untrennbar miteinander verbunden. Und beide funktionieren nur in Zusammenhang mit einer guten "richtigen" Atmung.

 

Eine Therapeutenliste findest Du hier.

Und mehr zu Senkungen nach der Geburt  hier.

Alles in allem sind es kleine Schritte, die das Ganze machen.

Auch, wenn es viel erscheint, mit dem "Kleinzeug" kann man schon selbst ein bißchen die Weichen stellen für einen gesunden und funktionierenden Körper nach einer Schwangerschaft zusammen mit einem gut instruierten Training und schonenden Übungen. Manchmal dauert es einige Zeit, aber es ist zu schaffen :-)

 

Rektusdiastasen-Training ist genauso wie Beckenbodentraining etwas, das Konsequenz und ein bißchen Disziplin erfordert. Es ist ein Ganzkörperprogramm und braucht wirklich Zeit, Engagement und Geduld.

Rückbildung dauert 2-3 Jahre. Auch, wenn das lang erscheint, ist es die eher Norm als die Ausnahme.

Also nicht verzagen. 

Man kann Rektusdiastasen durchaus in den Griff bekommen.

Sie können auf jeden Fall kleiner werden mit den richtigen Übungen.

Manchmal gehen sie nicht zu, aber auch das ist nicht immer gleich tragisch. Sie müssen nicht zwingend zu sein, um voll funktionsfähig zu sein. Man kann auch damit ganz oft prima leben. Hauptsache, es ist alles stabil und funktionsfähig.

Einige wenige brauchen tatsächlich eine OP, aber das ist wirklich die absolute Minderheit.

Ohne mal mindestens 6 Monate nach dem Abstillen abzuwarten was passiert und dann mit einem guten und konsequenten Training über 6 Monate, würde ich da nicht an eine OP denken. Und ein guter Chirurg hoffentlich auch nicht.

 

 

 


Hi, ich bin die Nicole. Ich bin seit 25 Jahren Physiotherapeutin und hab viele Jahre auf der Wochenstation und auf der gynäkologischen Station in der Frauenklinik gearbeitet. Von mir bekommst Du Informationen zum "Thema" aus erster Hand. 

Rückbildung vom ersten Tag an, im Rückbildungskurs, in der Praxis mit Patienten und leider auch oft die Spätfolgen von Beckenbodenschwächen (und was es sonst noch alles geben kann)  in der operativen Gynäkologie, kenne ich in und auswendig. 

Bei mir bist Du richtig, wenn Du reale medizinische Informationen zum Thema Rückbildung und Frauengesundheit suchst. Mehr über mich findest Du hier.


Rückbildung mit Rektusdiastase Onlinekurs

 

Wer sich weiter und tiefer mit dem Thema auseinandersetzen möchte, wird hier fündig:

Rückbildung mit Rektusdiastase.

Auch, wenn es "nur" online ist, es gibt sehr viele Möglichkeiten, sich sofort schon gezielt selbst zu helfen. 

Mit den wichtigsten Informationen und den dazu gehörigen must-do Übungsvideos, kannst Du Dich noch heute auf den Weg machen, stabiler zu werden und wieder mehr Zutrauen in Dich und Deinen Körper zu bekommen.

Wenn man weiß, mit was man es zu tun hat, ist es viel leichter. Man tappt nicht mehr im Dunkeln und fragt sich ständig, was los ist. Du bekommst Antworten, persönlichen Rat und die gezielten Übungen für Dein Problem.

 

 

Informiere Dich weiter:


Kommentar schreiben

Kommentare: 14
  • #1

    Lynn (Montag, 30 April 2018 18:19)

    Vielen Dank für diesen absolut interessanten Bericht!jetzt kann ich mir nach 3 Schwangerschaften und etlichen,erfolglosen Bauchübungen und ähnliches, meinen immer noch Schwangerenbauch erklären.Meine kleinste Tochter ist 4 Jahre alt.

  • #2

    Nicole Frank (Dienstag, 01 Mai 2018 14:16)

    Liebe Lynn, freut mich, wenn ich Dir da ein bißchen weiterhelfen konnte :) Liebe Grüße

  • #3

    Sabine (Donnerstag, 24 Mai 2018 19:35)

    Tolle Infos auf deiner Seite.
    Bei mir hat eine Physiotherapeutin durch Zufall jetzt die Rectusdiastase festgestellt. Mein Kinder sind inzwischen 21, 19 und 17. Bringen diese Übungen bei mir noch was? Oder könnte ich die Bauchlücke nach so vielen Jahren noch verkleinern?
    Danke schon mal für deine Antwort.
    Liebe Grüße Sabine

  • #4

    Nicole Frank (Freitag, 25 Mai 2018 21:22)

    Liebe Sabine, danke, freut mich, wenn ich weiter helfen kann :)
    wenn Dir die Rektusdiastase keine Probleme macht, mußt Du auch nichts tun. Du hast sie ja schon sehr viele Jahre. Viele Menschen haben kleine Rektusdiastasen, auch welche, die nie geboren haben. Kommt immer drauf an. Das kann ich aber so aus der Ferne nicht einfach diagnostizieren oder da einen Rat geben. Natürlich schaden Übungen nie, das ist mal klar. Es ist immer sinnvoll Übungen zu machen, um den Körper bestmöglich gesund und fit zu halten. Ob die sich verkleinert und ob sie das überhaupt muß, kann ich Dir so leider nicht sagen. Kommt auf den Befund an und ob und welche Defizite Deine Muskulatur hat oder der Rest der Statik. Ich hoffe das hilft ein bißchen :) Liebe Grüße Nicole

  • #5

    NADINE (Donnerstag, 31 Mai 2018 22:32)

    Hallo, ich habe vor 2 Jahren per Kaiserschnitt entbunden und hatte auf meine 158 cm körpergr4einen Riesen Bauch. Bislang habe ich immer noch 2 cm offene Bauchmuskeln und mein bauch hat sich auch nicht richtig zurückgebildet und der Nabel ist auch nicht wieder zurück geploppt. Waa darf oder kann ich tun. Ich bekomme das leider nicht in den griff.
    LG Nadine

  • #6

    Nicole Frank (Samstag, 02 Juni 2018 00:09)

    Liebe Nadine, danke für Deinen Kommentar. Du könntest den Nabel beim Arzt abklären lassen, damit Du da eine fachmännische Einschätzung bekommst. Am besten ist es natürlich, wenn ein Physio drauf schauen würde. Leider hab ich keine Adressenliste. Ansonsten kann ich Dir aus der Ferne nur meinen Onlinekurs "Rückbildung mit Rektusdiastase" anbieten: https://www.nicole-frank-physiotherapie.de/rektusdiastase-online/ Da ist alles drin, das ich über Rektusdiastasen weiß und Übungen dazu. Liebe Grüße, Nicole

  • #7

    Jules (Montag, 11 Juni 2018 08:42)

    Hallo Nicole,
    danke für deine Aufklärung zu diesem Thema, findet man leider nicht oft :-(
    Wie sieht es denn aus, wenn man bereits eine 2,5 fingerbreite Rektusdiastase hat nach 2 Schwangerschaften und man wieder schwanger wird? Kann man sagen, dass diese nach der Geburt noch ausgeprägter sein wird oder schafft man es mit korrektem Verhalten in und nach der Ss, dass sich zumindest nichts verschlechtert?
    LG Jules

  • #8

    Nicole Frank (Montag, 11 Juni 2018 13:47)

    Liebe Jules, das ist wirklich eine wichtige Frage. Ich wollte genau darüber einen Blog Artikel schreiben. Das ist nämlich tatsächlich nicht so einfach zu sagen und viele Frauen fragen sich das. Es ist auch leider nicht voraussehbar und kann bei jeder Frau völlig anders sein. Ich mach mir mal noch ein paar Gedanken und schreib dann was :) halte die Augen offen oder, falls Du noch nicht in der Newsletter Liste bist, könntest Du Dich eintragen. Ich schicke den neuesten Blog immer zuerst an alle rum .) Liebe Grüße und danke für Dein Feedback, Nicole

  • #9

    Jasmin (Dienstag, 28 August 2018 21:50)

    Hallo. Vielen, vielen Dank für den tollen Artikel, wirklich sehr aufschlussreich.
    Ich hatte nach der ersten SS offenbar eine Rektusdiastase, die aber erst bei größer werdendem Bauch in der zweiten SS aufgefallen ist. Da war sie dann allerdings sehr ausgeprägt mit etwa fünf Fingern Breite. Die Frauenärztin sagte direkt dass müsse später operiert werden, da käme ich nicht drumherum.
    Nach meinem Rückbildungskurs habe ich es nun geschafft das sie nur noch etwa 2-3 Finger breit ist.
    Besteht die Chance dass ich das durch weiteres Training ganz "alleine" schaffe? Wer wäre der richtige Ansprechpartner? Orthopäde, Physiotherapeut, Ostheopath? Mein Hausarzt ist hier leider keine Hilfe, und meine Frauenärztin wätzt schon die Messer, da möchte ich auch ungern hin.
    ... Ich sollte wohl in Betracht ziehen im Fachbereich dieser beiden Herrschaften zu wechseln �
    Danke jedenfalls für den neuen Input und schon im voraus für dein Feedback �.

  • #10

    Nicole Frank (Mittwoch, 29 August 2018 17:36)

    Liebe Jasmin,
    ja das ist oft nicht ganz einfach mit der Fachschaft ;) Du bräuchtest eine Physiotherapeutin, die nach Angela Heller arbeitet oder nach Diane Lee. Da gibt's aber nicht so viele und ich hab leider keine offizielle Liste. Tut mir total leid. Ob das wieder wird kommt ganz drauf an. Das kann man so pauschal gar nicht sagen. Jeder Körper ist anders und jede Rektusdiastase auch. Wenn Du erst so 4-5 Monate nach Entbindung bist, oder noch im ersten Jahr, kann sich das noch mal völlig ändern. Es kommt auch drauf an, wie gut sich die tiefe Bauchmuskulatur stabilisieren läßt und wie sich das Gewebe und die Haut und alles generell zurückbilden. Das dauert allerdings schon Zeit. Operieren sollte man eh erst nach 2-3 Jahren, wenn alles fertig ist mit Rückbildung.
    Ich hoffe, das hilft Dir ein bißchen weiter.
    Liebe Grüße
    Nicole

  • #11

    Tina (Montag, 19 November 2018 21:03)

    Hallo Nicole, ich habe momentan noch einen 2 Finger breiten Spalt (knapp 4 Monate nach Geburt). Letztens hatte ich ein Probetraining von LaufMamaLauf, würdest du mir das empfehlen? Wir hatten kleine Gewichte von ca 3-5 kg und ansonsten viel Armtraining gemacht sowie Übungen am Boden. Ich danke dir für deine Antwort. Liebe Grüße, Tina

  • #12

    Nicole Frank (Dienstag, 20 November 2018 12:08)

    Ach je, liebe Tina, das sind ja genau die Sachen von denen ich absolut abrate. Und dann auch noch mit Gewichten. Macht man da auch Joggen? Das Programm hört sich so an. Ich rate IMMER von Joggen und Gewichtstraining im ersten Jahr nach der Geburt komplett ab. Der Beckenboden und Deine Organe innen sind nicht stabil genug dafür. Deine Gebärmutter läuft Gefahr, ungeschützt innen auf und ab zu doppsen so früh nach der Geburt. Und mit Gewichten hast Du dann ja auch noch mehr Druck nach unten. Für eine Rektusdiastase brauchst Du spezielle Übungen und Betreuung, kein Gewichtetraining. Du mußt immer aufpassen, wie sich Dein Bauch dabei verhält. Das muß jemand beäugen, wenn Du Übungen machst, damit Du Dir da nix Falsches angewöhnst. Mach langsam. Ich hab sooo viele Artikel genau dazu. Das kannst Du alles irgendwann wieder machen, aber nicht so früh. Tut Dir selber den Gefallen.
    https://www.nicole-frank-physiotherapie.de/spätschäden-nach-der-geburt-vermeiden/
    Alles Liebe Nicole

  • #13

    Tina (Donnerstag, 22 November 2018 22:02)

    Vielen Dank liebe Nicole für deine Antwort. Von Kangatraining würdest du dann wahrscheinlich auch momentan noch abraten, oder? Ich habe jetzt zum Glück ein Rezept für Physiotherapie bekommen und starte nächste Woche. Liebe Grüße

  • #14

    Nicole Frank (Montag, 26 November 2018 10:53)

    Bitte, gern :) ich würde im ersten Jahr gar nichts machen, das mit Gewichten zu tun hat. Und ein Baby ist ein Gewicht, das ja auch immer schwerer wird. Auch das drückt Dir auf den Beckenboden und den Bauch. Viel zu viel. Ich bin kein Fan von solchen Trainings, weil ich aus der Klinik weiß, wie empfindlich so ein Beckenboden tatsächlich ist. Es gibt genug andere Sachen, die ungefährlich sind. Radfahren zum Beispiel :)