Rückbildung für Anfänger: Was du unbedingt vorher wissen solltest (Teil 3)

 

Teil drei mit einem kurzem und knappem Überblick über die Situation nach der Geburt.

Für viele ist die Situation ähnlich, doch ist sie nie gleich.

Ich habe unten im Text wieder die Stickpunkte verlinkt, wenn jemand noch mehr wissen möchte.

 

 

 

Rückbildung in a Nutshell Teil 3

 

  • Achte sehr gut auf deinen Energiehaushalt. Schlaf, wenn dir nach Schlaf ist und mach nicht genau dann Sport oder Übungen. Den Schweinehund gibt es in der Rückbildung nämlich nicht. Müdigkeit, Schlappheit und ausgepowert sein sind alles Signale, die man ernst nehmen sollte. Das sind keine Zeichen, dass man jetzt noch mehr tun muss oder dass man sich jetzt zusammenreißen soll.
  • Aber, wenn Dir nach Joggen und Auspowern zumute ist, dann jogge bitte NICHT, sondern geh Radfahren oder Tanzen. Es ist super, wenn man viel Energie hat, die man loswerden möchte, aber manchmal ist das auch ein Zeichen dafür, dass man zu wenig für sich tut und einfach nur raus muss/will, um es "abzurennen". Tu das deinem Beckenboden und Deinen Gelenken nicht an.
  • Die ersten zwei Jahre wirst du kaum Zeit für dich haben.
  • Ein Körper nach der Geburt ist nie wieder im Leben so weich und instabil. Lass ihm und dir Zeit zu heilen und sich zu erholen. Das kann lange dauern, manchmal über zwei Jahre, ist aber ganz normal. Es geht nicht schneller, wenn man sich knechtet und antreibt. Meistens genau im Gegenteil.
  • Überprüfe immer deine Zielsetzung. Was will ich in kürzester Zeit erreichen und warum so schnell? Und warum überhaupt? Kann ich mir kleine Ziele setzen, die auch ohne Frust erreichbar sind? Sind das realistische, physiologisch machbare Ziele oder will ich etwas, das mein Körper noch gar nicht können kann? Vergleiche ich mich zu sehr mit anderen?
  • Jede Frau ist anders und es gibt keine Rückbildung, die bei allen gleich ist. Jede Geburt verläuft anders, jede Frau hat eine andere Vorgeschichte, eine andere medizinische Geschichte, ein anderes Leben, einen anderen Lebensstil und vor allem eine andere DNA. Deshalb ist sich vergleichen ganz ganz schlecht.
  • Eine OP ist nicht die Lösung für dein Problem. Laß dir das auf keinen Fall einreden. OPs machen nur Sinn bei gravierenden Stabilitäts- und Funktionsproblemen. Dann aber auch erst nach abgeschlossener Rückbildung (mindestens nach einem Jahr), wenn die Hormone wieder in Ordnung sind (Zyklus ok), wenn abgestillt ist (mindestens sechs Monate), wenn kein Kinderwunsch mehr besteht und vor allem, laut Studien, nach einem Jahr intensivem Funktionstraining ohne "Erfolg" (wiederhergestellter Funktion und Stabilität).
  • Die ganze Rückbildung kann mega anstrengend sein, aber es wird besser werden. Versprochen. Mit Gelassenheit und "sich ergeben" kommt man immer am weitesten. Viel weiter als mit Stress und sich Sorgen machen.

 

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Sabine Meissner in Frankfurt,

Sabrina Nieland in Hamburg,

Gloria Bonauer in Burghausen.

So ein Tagesausflug lohnt sich sehr.

Oder such Dir eine Fachphysio aus der Liste. Wobei die Beckenbodentherapeuten sich nicht immer auch mit den Rektusdiastasen auskennen. Da bitte immer extra nachfragen, falls du jemanden aus den Listen anrufst.

"Und wo finde ich jetzt die richtigen Übungen?"

Das werde ich sehr oft gefragt. Ich dränge mich ungern auf und möchte auch nicht jeden Artikel als Werbeveranstaltung benutzen, aber du findest tatsächlich alle Übungen, die du für deine Rückbildung im ersten Jahr brauchst hier auf meiner Webseite.

 

Rückbildung für Anfänger Teil 1 findest du hier.

Teil 2 hier.

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Hi, ich bin die Nicole. Ich bin seit 25 Jahren Physiotherapeutin und habe viele Jahre auf der Wochenstation und auf der gynäkologischen Station in der Frauenklinik gearbeitet. Von mir bekommst Du Informationen zum "Thema" aus erster Hand. 

Rückbildung vom ersten Tag an, im Rückbildungskurs, in der Praxis mit Patienten und leider auch oft die Spätfolgen von Beckenbodenschwächen (und was es sonst noch alles geben kann)  in der operativen Gynäkologie, kenne ich in und auswendig. 

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