17 Gründe warum deine Rektusdiastase nicht besser wird

 

  1. Du machst die falschen Übungen. Die richtigen Übungen findest Du hier.
  2. Deine gesamte Statik stimmt nicht mehr. Deine Becken (hier ist der Ansatz der Bauchmuskeln) steht in einer ungünstigen Position und die bisherige Schwangerschaftshaltung korrigiert sich nicht automatisch. In einer Schwangerschafts-Körperhaltung können die Muskeln nicht funktionell arbeiten. Manche sind zu lang, manche zu kurz.
  3. Du hast Muskeln, die so verkürzt sind, dass der Rest nicht funktionell arbeiten kann
  4. Du atmest falsch. Das ist ein ganzes Thema für sich, das ich ausführlich im Rektusdiastase Online Kurs bearbeite, aber es ist sehr wichtig. Das Zwerchfell muß runter kommen beim Einatmen ohne, dass sich der Bauch aufbläht d.h. es müssen gleichzeitig die ganze Rumpfwand und die Rippen den Druck von innen, also die Luft, stabilisieren können ohne zu pressen.
  5. Dein Zwerchfell steht hoch, nach wie vor, wie in der Schwangerschaft, und kann nicht funktionell mit den Bauchmuskeln zusammen arbeiten
  6. Du hast ständig einen geblähten Bauch mit viel Luft, die die geraden Bauchmuskeln ständig auseinander drückt.
  7. Dein Stuhlgang ist unregelmäßig oder verstopft und es bleibt viel zu viel Abfall im Unterbauch liegen. Der Dickdarm kann unwahrscheinlich viel Volumen stauen. In dem Fall sind nicht nur die Abfallprodukte nicht gut für dich, sondern auch das Volumen des Darms, das die Bauchmuskeln von innen permanent nach außen drückt und dehnt.
  8. Du belastest Deinen instabilen Rumpf mit zu viel Gewicht, sei es Baby-Eigengewicht, größere Geschwister tragen, Hanteln im Sportstudio, Einkaufstüten, Kinderwagen, Körpergewicht etc.
  9. Du ißt nicht genug Proteine, so daß dein Körper keine guten, neuen Kollagenfasern, und damit Muskelfasern, bilden kann. Wie sieht's aus mit deinen Protein Mahlzeiten? Ißt du genug Fleisch (Hühnchen, Rumpsteak), Fisch (frischer Thunfisch, Lachs), Eier, Käse (Parmesan hat am meisten), Hülsenfrüchte (rote Linsen), Erdnüsse, Walnüsse etc.
  10. Du trinkst nicht genug Wasser, so daß keine guten, neuen Kollagenfasern in deinem Körper hergestellt werden können. Kollagenfasern bestehen zu 70% aus Wasser.  Und dein Körper ist eher dehydriert und benötigt das Wasser an wichtigeren Stellen. 2-3 Liter täglich. Das beschleunigt auch den gesamten Metabolismus und Baby-Pfunde purzeln leichter
  11. Du bist so gestresst, daß deine Cortisol Ausschüttung viel zu hoch ist und dein Körper permanent denkt du bist auf der Flucht und auf der Flucht baut man kein gutes, neues und auch kein stabiles Gewebe auf, da geht's um's Überleben.
  12. Du hast generell nicht genug Nährstoffe im Körper, so daß dein Körper keine guten, neuen Kollagenfasern herstellen kann. Es wiederholt sich ;) Wie sieht's aus mit Eisen, Zink, Vitamin D und all den anderen Vitaminen?
  13. Du hast generell nicht genug Kalorien im Körper, weil du keine Zeit zum essen hast (und schon gar keine Zeit dich gesund zu ernähren). Wenn der Körper zu wenig Kalorien bekommt, hat er auch das Gefühl es geht um's nackte Überleben und auch das macht Stress, halt nicht auf einem vordergründig psychischen Level, sondern auf einem viel tiefer liegenden anderen, nämlich vegetativen, Level.
  14. Du stillst noch. Solange du stillst, bleibt das Gewebe weich. Nach dem Abstillen normalisiert sich die Hormonlage wieder. Aber auch das kann ein halbes Jahr oder länger dauern.
  15. Du hast erst vor 3 (4,5,6, 7, 8, 9, 10) Monaten entbunden und erwartest zu viel von deinem Körper. 
  16. Du bist zu ungeduldig 
  17. Du machst nicht regelmäßig deine Übungen, die richtigen wohlgemerkt. Diese findest du hier

 

 

Wie man unschwer erkennen kann, ist eine Rektusdiastase ein multifaktorielles Ding. Das hängt meistens nicht an einer Sache, sondern an einigen. Allen voraus natürlich die falschen Übungen.

Die können so viel kaputt machen und man trainiert und trainiert und es wird überhaupt nicht besser. Im Gegenteil. Gleich gefolgt von der Statik, Haltung und fehlerhaften Muskelfunktion in anderen Bereichen im Körper. Eine Rektusdiastase ist kein isoliertes Geschehen vorne am Bauch.

Man braucht einen Ganzkörperansatz und muß ganzheitlich das Thema angehen. Kein Muskel funktioniert isoliert. Keine Bauchmuskelübungen helfen, wenn man sie isoliert macht. Nicht am Anfang. Isoliertes Bauchmuskletraining kann man später wieder machen, um den Bauch zu formen, damit er schön aussieht. Aber es bringt nichts zu versuchen mit Situps, Crunches, Planks, Kraftübungen und solchen Sachen die Muskulatur "aufpumpen" zu wollen. Das klappt einfach nicht. Meistens wird die Lücke dadurch noch weiter und instabiler.

 

Und es hängt auch tatsächlich so einiges vom Essen ab. Was wir zu uns nehmen macht tatsächlich was aus.

Auch der Stress, den wir uns täglich manchen oder geben spielt eine sehr große Rolle. Da aber im ersten Jahr der Stress fast nicht zu vermeiden ist, ist die allererste Maßnahme: GEDULD bis das Gröbste vorbei ist. Man kann nicht alles auf einmal regeln. Baby, Heilung, Stillen oder Füttern, Hormone, Umstellung, Schlaf, Ernährung, das Leben und alles. Deshalb ist es ganz wichtig im ersten Jahr die Ruhe zu bewahren und nicht wegen der Rektusdiastase durchzudrehen. Nicht reinsteigern. Auch, wenn sie groß ist, da kann mit der nötigen Vorsicht und Umsicht eigentlich nichts Schlimmes passieren.

Versuche einfach und mit Gelassenheit eins nach dem anderen, das ich oben aufgeführt habe, besser zu machen. Besinne dich nach und nach wieder auf deinen eigenen Körper. Eine Baustelle nach der anderen bearbeiten. Und laß dir Zeit dabei..

Und auch, wenn du fleissig regelmäßig deine Übungen machst und es trotzdem nicht vorwärts geht. GEDULD. Ein Bodybuilder im Fitness Studio bekommt seinen Body auch nicht über Nacht. Und der hat KEIN Kind bekommen vorher.

Man braucht nur einmal mit Grippe 7 Tage darnieder zu liegen und schwupps scheint all die Arbeit umsonst, die Lücke ist wieder größer, weil man erstens in der Zeit nicht zum Trainieren kommt und zweitens, weil der Körper seine Kräfte für was anderes braucht. Ein Schritt vorwärts und zehn zurück. So scheint es zumindest. Nicht verzweifeln, auch das ist normal, Das geht anderen Menschen auch so. Es gibt kein "Endstadium" für Muskelaufbau. Auch hier kommt wieder mein Lieblingsbeispiel mit dem Bodybuilder. Wenn einmal auftrainierte Muskulatur für immer so bleiben würde, müßte kein Mensch trainieren geschweige denn einfach nur Übungen machen. Das ist ein immer und ewig andauernder Prozeß und sollte am Ende am besten zum Lebensstil gemacht werden. Natürlich nicht das Bodybuilding, sondern das Übungen machen und die Muskulatur erhalten. Auch für die generelle Gesundheit, Prävention von Wirbelsäulenschmerzen, Bandscheibenvorfällen und für's Alter ist das sehr von Vorteil.

Vergiß niemals, dass dein Körper eine Marathonleistung mit Schwangerschaft und Geburt durchgemacht hat und immer noch durchmacht. Die hormonelle Umstellung allein kann schon zwei Jahre dauern. Dein Körper ist keine Maschine. Und er braucht viel Pflege.

Auf der Suche nach den richtigen Übungen und dem richtigen Ansatz wirst du hier fündig:

 

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