Übungen, die Du nach der Schwangerschaft, unbedingt vermeiden solltest

Diese Arten von Übungen sollten nach einer Geburt unbedingt vermieden werden, weil:

  • der Bauch zu weich ist, um die Kraft überhaupt auszuführen
  • der Beckenboden zu weich und instabil ist, um Gegendruck zu erzeugen, um diese Kraftanstrengung zu halten
  • sie zu viel Pressdruck auf dem Bauch und dem Beckenboden machen und somit gefährlich für die Blase sind
  • der Halteapparat der Gebärmutter noch zu instabil ist (innere Bänder sind überdehnt), um die Gebärmutter zu "sichern". Die Rückbildung der Bänder dauert mehrere Monate
  • die Bauchmuskulatur noch nicht genug Stützfunktion hat, um den Bauchinhalt, vornehmlich den Darm, zu "sichern", sprich um ihn vom nach-außen-stülpen abzuhalten
  • während des Stillens die Hormone auch noch alle anderen Bänder und Gelenke im Körper weich und somit auch instabil machen.

Zu vermeiden sind auch alle Übungen, wie zum Beispiel Vierfüßlerstand oder der Yoga-Hund, bei denen der Bauch ungeschützt nach unten hängt, solange keine grundlegende Stabilität von vorne vorhanden ist.

Und zu vermeiden sind alle Übungen mit Gewichten. Auch mit dem Baby als Gewicht. 

Training mit Baby als Gewicht mag zwar irgendwie praktisch erscheinen, ist aber nicht besonders gesund. Um mit Gewichten zu trainieren MUSS der Rumpf schon stabil sein, eine Rektusdiastase MUSS unter Kontrolle sein, genauso der Beckenboden ! Plus, wenn da ein Baby vorne dran hängt, wie soll man da seine eigene Stabilität bewußt trainieren? Die meisten Frauen schaffen es gar nicht eine gute Spannung im Rumpf kontrolliert hinzukriegen ohne Baby. Mit Gewicht, das ja auch noch ein Eigenleben hat,  geht das noch 10 mal nicht. Die Babies sind zum Zeitpunkt eines Baby-Trainings meistens schon circa 6-8 Kilo schwer. Und tagsüber werden die Babies meistens auch schon sehr viel rumgetragen. Das ist einfach viel zu viel "Ladung" für den Rumpf und den Beckenboden.

Diese Übungen dürfen alle irgendwann wieder gemacht werden. Keine Angst.

Doch es braucht Vorbereitung und einen Check, ob eine Rektusdiastase noch vorhanden ist. Und wenn eine Rektusdiastase da ist, wie stabil sie ist. Eine Rektusdiastase kann auch nach Jahren und mit viel Training noch bestehen bleiben. Das ist nicht schlimm, solange genügend Spannung über der Lücke aufgebaut werden kann. Doch auch dafür braucht es meistens Hilfe vom Profi, wenn die Lücke auch nach Jahren noch sehr groß und weich ist. Diese Lücken verschwinden meistens NICHT im ersten Jahr. Also hab etwas Geduld mit Deinem Körper.

Genauso bei einer Beckenbodenschäche. Wenn der Beckenboden den Druck von oben nicht halten kann, geschweige denn generell den Urin, sind solche Übungen Gift! 

Erst muß alles stabil und dicht sein, dann dürfen solche Übungen wieder gemacht werden. 

Im nächsten Blog zeige ich Dir, welche Übungen Du machen darfst. Also dran bleiben.

1. Sit-ups

2. Crunches

3. Planks

4. Jegliche Art Bauchmuskelübungen

5. Hüpfen, Rennen, Joggen

6. Training mit Gewichten

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